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Geschichte des Russischunterrichts in Österreich

Der Russischunterricht an österreichischen Schulen erhielt einen wichtigen Impuls in der schwierigen Nachkriegszeit. Einige Schulen boten auch nach 1955 Russisch als Fremdsprache im Fächerkanon an (BG Stubenbastei ab 1950). In den 1970er und 1980er Jahren wurden Russisch an Schulen eingerichtet, die damit eine damals noch exotische Sprache populär machten (pG Schottengymnasium 1979). 

Von der Exotik zur täglichen Anwendung

Seit der Perestroika und der Reisefreiheit für Bewohner der Sowjetunion und der Nachfolgestaaten stieg das Interesse für Russisch unter österreichischen Schülern, weil sie die Sprache immer öfter hörten und auch in Österreich anwenden konnten. 

Einige Schulen richteten Schüleraustauschprogramme ein, die erfolgreich bis heute geführt werden (pG Schottengymnasium seit 1989, BG/BORG HIB Graz-Liebenau Gymnasium seit 1990). 

Vielfältiges Unterrichtsmaterial

Die ersten Russisch-Lehrbücher stammen von B. Krotkoff und H. Löffler, darauf folgte das vierbändige Standardwerk „Russkij jazyk“ von A. Schmid und H. Kovács. Mittlerweile bieten mehrere Verlage Russisch-Lehrbücher an. 

Die Reifeprüfungsreform 2015 erfordert das Training auf Testformate, die im Ansatz schon seit längerem im Russischunterricht eingesetzt wurden. Russisch ist als lebende Fremdsprache für die schriftliche und mündliche Matura wählbar und wird kompetenzorientiert geprüft.

Perspektiven

An AHS und BHS gewinnt Russisch als Freifach, Wahlpflichtfach und alternatives Pflichtfach an Popularität. Die Bedeutung der Fremdsprache für Österreich steigt im wirtschaftlichen, kulturellen, religiösen und politischen Bereich. Viele Österreicher knüpfen auch persönliche Kontakte mit russischsprachigen Touristen, Arbeits-, Studienkollegen und bereisen kulturell und historisch bedeutende Stätten in Russland, Weißrussland, der Ukraine und Zentralasien, wo Russisch als Verkehrssprache in Gebrauch ist.

Der Verband der Russischlehrerinnen und Russischlehrer Österreichs (VRÖ) wurde 1971 zur Förderung des Russischunterrichts und als Hilfestellug für die Russischlehrer gegründet. Chronologie der VRÖ-Obleute: Dr. Alfred Schmid, Mag. Harald Loos, Mag. Wolfgang Kaiser, Dr. DI P. Sebastian Hacker

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