Konzerte zum 50. Todestag von Dmitri Schostakowitsch


Eine private Initiative von Musikern präsentiert am 9. August 2025 in der Sala Terrena im Ferdinandihof (Wehrgasse 30, 1050 Wien) alle Streichquartette des Komponisten an einem Tag.

Eintritt gegen eine freie Spende - PLAKAT

Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)

Anna Morgoulets und Dominik Hellsberg, Violinen
Elizaveta Pfiester, Viola
Benedikt Hellsberg, Bertin Christelbauer und Wilhelm Pflegerl, Violoncello
11.00 Uhr Streichquartette Nr. 1, 2, 3 und 4
14.30 Uhr Streichquartette Nr. 5, 6, 7 und 8
18.30 Uhr Streichquartette Nr. 9, 10, 11 und 12
21.00 Uhr Streichquartette Nr. 13, 14 und 15

Der kommende 9. August ist ein bedeutendes Datum: Denn genau an diesem Tag jährt sich der Todestag von Dmitri Schostakowitsch zum 50. Mal. Solch ein einzigartiges Datum ist die Gelegenheit für ein einzigartiges Unternehmen: Sämtliche seiner Streichquartette an einem einzigen Tag aufzuführen!

Es geht um 15 Werke, die zwischen 1938 und 1974 entstanden sind und somit das Gesamtwerk des wohl letzten bedeutenden Komponisten des 20. Jahrhunderts abbilden. Da es sich um mehr als sechs Stunden Musik handelt, werden wir sie in vier Abschnitte aufteilen, die um 11h, um 14h30, um 18h30 und um 21h beginnen werden. Das (offizielle) Programm wird also um ca. 22h30 beendet sein.

Selbst wer nur einen einzelnen Abschnitt miterlebt, nimmt Anteil an einem titanischen Unternehmen. Aber diesen Samstag im Gedenken an dieses musikalisches Genie zu verbringen, einzutauchen in den Kosmos seiner Tonsprache und seine Entwicklung vom Früh- zum Spätwerk zu vollziehen, das ist etwas, was man wohl nur einmal im Leben machen kann.

Schostakowitsch litt sehr unter dem Terror des Stalin-Regimes, 1936 erschien in der ,,Prawda‘‘ ein Artikel gegen ihn mit dem Titel ,,Chaos statt Musik‘‘. Deshalb lautet unser Motto genau umgekehrt ,,Musik statt Chaos‘‘, wie auch das Urteil der Geschichte Stalin als einen der größten Verbrecher, Schostakowitsch hingegen als einen der größten Musiker erkennt. Ein kleiner Vorgeschmack auf Gottes ewige und vollkommene Gerechtigkeit, von der geschrieben steht:

Dann wird der Gerechte voll Zuversicht dastehen vor denen, die ihn bedrängt / und seine Mühen verachtet haben.
Wenn sie ihn sehen, packt sie entsetzliche Furcht / und sie geraten außer sich / über seine unerwartete Rettung.
Jetzt denken sie anders; / seufzend und voll Angst sagen sie zueinander:
Dieser war es, den wir einst verlachten, / verspotteten und verhöhnten, wir Toren. / Sein Leben hielten wir für Wahnsinn / und sein Ende für ehrlos. (…)
Der Atem des Allmächtigen erhebt sich gegen sie / und trägt sie wie ein Sturm davon. So bringt die Gesetzlosigkeit Verheerung über die ganze Erde / und das böse Tun stürzt die Throne der Mächtigen. (Buch der Weisheit, Kapitel 5, Vers 1 bis 4 und 23)

Vom Organisator Dominik Hellsberg: Der Probenaufwand beläuft sich auf gute 50 Stunden, private Übezeit nicht eingerechnet. Es wäre schön, wenn zumindest eine Aufwandsentschädigung als höfliche Geste meinen tapferen Kollegen gegenüber möglich wäre. Gelegenheit wäre dazu mit freundlicher Genehmigung von Pater Schmidt FSSP auf folgendem Transitkonto: IBAN AT17 3200 0000 1377 5135, Raiffeisenbank,  Verwendungszweck ,,Schostakowitsch‘‘ (bitte unbedingt angeben)